„Das Kind ist überhaupt nur Kind, weil und indem es spielt. Spiel ist die Lebensform des Kindes. Nur im Spiel kann es seine Kräfte und Fähigkeiten entfalten und entwickeln“. (Norbert Huppertz)

Das Spiel ist ein Grundbedürfnis des Kindes und auch die geeignetste Form, in dem sich seine Ganzheitlichkeit ausdrückt. Die Kinder erwerben einerseits im Spiel wichtige Lernerfahrungen, andererseits werden im Spiel verschiedene Eindrücke und Erlebnisse verarbeitet. Weil das Spiel den Kindern Spaß macht und sie von sich aus spielen, ergreift das Kind Eigeninitiative.
Das Spiel ist der Hauptberuf eines jeden Kindes (seine Arbeit), das dabei ist, die Welt um sich herum, sich selbst, Geschehen und Situationen, Beobachtungen und Erlebnisse im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Es hat eine ganz entscheidende Rolle für die Persönlichkeitsentwicklung.
Geistige und körperliche Fähigkeiten, Ausdauer, Konzentration, Bereitschaft sich anzustrengen und der Aufbau von sozialen Beziehungen werden im Spiel entwickelt.
Wir schaffen für die Kinder einen angemessenen Spielraum für freies und angeleitetes Spiel. Stellen Material, Raum und Zeit zur Verfügung oder steuern neue Spielideen bei, setzten evtl. Impulse.

Weil das Spiel eine so große Bedeutung für die Entwicklung des Kindes hat, nimmt auch das „freie Spiel“ bei uns im Kindergarten einen großen Teil des Tagesablaufes ein.
Freispiel heißt: das Kind hat die freie Wahl von Spielmaterial, Spielpartner, Spielort und Spieldauer. Es steht immer am Anfang des Tages. Aufgabe der Erzieherin ist dabei, das Freispiel qualifiziert zu begleiten.
Insbesondere heißt das:

• Mitspielen, Spielimpulse geben, sich aber aus dem Spiel auch wieder herausnehmen und die Kinder das Spiel selbständig weiterführen lassen.

• Beobachten der Gruppe (einzelne Verhaltensweisen, Gruppendynamik, Interessen und Bedürfnisse der Kinder wahrnehmen).