Digitale Bildung statt Bürokratie

Was bedeuetet eigentlich digitale Bildung? Und wie kann diese Bildung im Kindergarten aussehen? Ganz wichtig, bevor wieder falsche Stimmen laut werden: Es geht nicht darum, die Kinder vor einen Laptop oder ein Tablet zu setzen und sich als Erzieherin gemütlich einen Kaffee zu trinken. Digitale Bildung fordert eine ausgeprägte Medienkomptenz und eine entsprechende Schulung zur medienpädagogischen Fachkraft. Ziel ist es, die Bildungsgrundsätze des Landes NRW umzusetzen. Das heißt, die Arbeit mit den Kindern effektiv und zukunftsweisend zu gestalten, so dass die Kinder selbst zu medienkompetenten Menschen ausgebildet werden und digitale Medien als Mittel der Bildung kennen lernen. Natürlich ermöglich der Einsatz digitaler Medien auch eine Reduktion des Verwaltungaufwandes für die Kita-Leitung in Bezug auf Datenerfassung und- weitergabe an das Jugendamt sowie im Bereich QM als auch im Datenschutz. So kann auch die sog. Büroarbeit effektiver gestaltet werden. Dies trifft ferner auch auf die Bildungsdokumentation zu und die Möglichkeiten der Kommunikation mit den Eltern. Vor allem letzt Genanntes wurde in der Vergangenheit durch die Pandemie immer bedeutender. Daher ist es umso unverständlicher, dass das Land die Kindergärten auf dem Weg in eine digitale Zukunft allein lässt, wohingegen Schulen finanziell unterstützt werden, vor allem, da das Land NRW, wie bereits erwähnt, Bildungsgrundsätze zur digitalen Bildung im Kindergarten verlangt. Doch woher soll das Geld kommen? Die Politik verschließt die Augen vor dieser Lücke! Scheinbar ist es ausreichend, wenn die Kinder in der Schule vors Tablet gesetzt werden. Doch hat die Vergangenheit deutlich aufgezeigt, wie dramatisch der fehlende soziale Kontakt auch für Kindergartenkinder zu ihren Erzieherinnen ist. Vor allem im Bereich Integration und Inklusion wird ein spezifischer Medienumgang gefordert, um soziale Ungleichgewichte auszutarieren. Doch die mangelnde technische Ausstattung hat in der Vergangenheit die Handlungsfähigkeit der Mitarbeitenden und des Vorstandes stark eingeschränkt. Dem Auftrag der Einrichtung, Eltern auch in der für sie besonders herausfordernden Situation zu stärken und ihre Kinder zu fördern und zu schützen, konnte nicht ausreichend entsprochen werden, so dass bei langanhaltender Lage (und niemand kann sagen wie sich die Zukunft in Bezug auf das Virus gestalten wird) durchaus ernste Bedrohungen, wie Kindeswohlgefährdung, zu befürchten sind. Es gilt nun, die Mitarbeitenden in techisch und fachlich in die Lage zu versetzen, neue Formen der Dienstleistung umzusetzen und Eltern sowie Kinder dazu zu befähigen, diese neuen Formate zu nutzen. Aber ohne finanzielle Unterstützung ist unsere Kita nicht in der Lage, entsprechende Hardware und Siftware einzukaufen. Daher hat die Kita Mittendrin in Zusammenarbeit mit der Sparkasse O-W-D ein Crowdfounding-Projekt gestartet und hofft nun auf viele Unterstützer, um auch Projekte wie "Natur unter dem Mikroskop" aufzubauen.

Weitere Infos unter: https://www.wirwunder.de/projects/95008

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